Die ersten 30 Tage Aion

Xolosh on 23. Oktober 2009 in Aion

Die kostenlosen 30 Tage Aion nähern sich ihrem Ende, und ich möchte hier einmal meine persönliche Meinung / Bewertung zu diesem Spiel abgeben.

Installation / Updates

Die Installation von Aion dauert etwas länger – es wird auf 2 Discs geliefert, welche während der Installation natürlich gewechselt werden müssen *nerv*. Die Installation dauert auf meiner Maschine rund 40 Minuten, trotz einigermaßen schneller Hardware.

Ist das Spiel erstmal installiert, so eröffnet man zunächst einen NCSoft-MasterAccount, auf dem nicht nur das Aion-Abo, sondern auch andere NCSoft-Spiele registriert werden können. Anschließend kann man sich entscheiden, ob man nun den Master-Account zum Login in das Spiel verwenden möchte, oder ob man einen neuen Namen angeben will. Ich entschied mich für eine Variante und wollte das Spiel dann auch gleich einmal starten, aber halt! Erst updated sich Aion mit einem ca. 350MB großen Patch – bei DSL2000 dauert das natürlich wieder ewig. Naja, Update laden lassen und danach Patchvorgang abwarten – sowas ist man ja von anderen Spielen bereits gewohnt…

Inklusive Patch-Download und Patch-Vorgang komme ich bei der Installation so auf 3 Stunden, dank meiner lahmen DSL-Leitung. Bis auf das ewige Patchen verlief die Installation also reibungslos. Gut, das macht man aber nur einmal, denn danach sind die Patches ja sehr viel kleiner.

Serverauswahl und Charaktererstellung

Nachdem das Spiel auf dem aktuellsten Stand war, hieß es dann endlich “Start” – nach 2 Minuten Ladebildschirm und folgendem (irgendwie ruckeligem) Introfilm kommt man dann auch in den Loginscreen. Also schnell Daten eintippen und loslegen. Nachdem man sich zum ersten Mal erfolgreich eingeloggt hat, darf man sich einen Server aussuchen.

Ich wählte den Server Nerthus, da dieser im Launcher als “empfohlen” markiert war. So, an diesem Punkt angekommen musste ich die erste wichtige Entscheidung für mein späteres Dasein im Spiel fällen – die Wahl der Fraktion. Ich entschied mich für die Elyos, da mir Asmodien dann doch ein wenig zu lichtarm erschien. Also auf zur Charaktererstellung.

Dies war auch schon die erste Stelle, an der ich mich mehrere Stunden vergnügt habe. Die Charaktererstellung ist sehr umfangreich ausgefallen und hält viele Anpassungsmöglichkeiten vor, die es so nicht in jedem MMORPG gibt.

Zunächst wählt man eine der 4 Basisklassen aus – ich hab mal mit einer Magierin angefangen. Nach der Klassenwahl kann man einen Namen vergeben und das Aussehen verändern. Hier gibt es zahlreiche Einstellmöglichkeiten, die fast alle Stufenlos eingestellt werden können. So kann man Riesen und Zwerge erschaffen, einen dicken Trunkenbolt mit roten Backen oder einen sportlichen Jäger. Die Möglichkeiten sind jedenfalls sehr sehr vielfältig. Sogar ein Stimmprofil kann man wählen.

Die Charaktererstellung ist meiner Ansicht nach einer der wichtigsten Bestandteile eines MMORPGS -von daher war ich hellauf begeistert von den Möglichkeiten.

Nachdem ich meine Magierin erstellt hatte, entwarf ich gleich ein paar weitere Charaktere, insgesamt für alle 8 Klassen jeweils einen. Nach jeder Erstellung begrüßt einen der Charakter auf dem schön anzusehenden Auswahlbildschirm.

Das neue Törtchen

Der erste Eindruck

Mit einem neuen Charakter landet man zunächst im Startgebiet und erhält eine erste Quest. Anhand dieser und folgender Quests wird man in das Spielgeschehen eingeführt. Dies wird durch kleine Hilfevideos unterstützt, die man nebenbei ansehen kann.

Beschützer von Poeta

Also lief ich mit meinem Charakter erst einmal ein wenig in der Landschaft umher, da die Gegner im Startgebiet einen nicht direkt angreifen. Die Grafik des Spiels ist sehr gut gelungen, alles passt zusammen. Das Einzige, was mich ein wenig störte waren die Bewegungen des Charakters. Diese erschienen mir etwas hakelig. Dennoch sind die Animationen an sich sehr gut gemacht.
Das Interface macht einen aufgeräumten Eindruck. Nahezu alle Fenster lassen sich frei verschieben und in der Größe anpassen. Am unteren Bildschirmrand befindet sich zunächst eine Aktionsleiste, die sich weiter schalten lässt – so lassen sich über 10 verschiedene Leisten umschalten. Zusätzlich kann man noch weitere Aktionsleisten einblenden. Dies wird scheinbar im späteren Spielverlauf auch bitter nötig sein.
Am rechten unteren Bildrand findet man Schaltflächen für das Menü, das Einflussverhältnis, die aktuelle Spiel-Uhrzeit, die aktuelle Echtzeit, sowie für die Minikarte.
Die Minikarte lässt sich umfangreich einstellen, leider gibt es keine Möglichkeit einen Ping auf ihr zu setzen.
Auch ansonsten hat es NCSoft geschafft, altbewährtes aus mehreren anderen Spielen zu übernehmen und in ein kompaktes Interface zu stecken. So zum Beispiel eine Questhilfe, die es ermöglicht Questgeber und Questgegner schnell zu finden und somit zügig zu questen. Allerdings entbindet eine solche Hilfe den Spieler nicht vollständig vom lesen der Texte. Ergo muss man also auch noch selber ein wenig denken. Außerdem kann man auf der Weltkarte beziehungsweise Gebietskarte Markierungen setzen, die man anschließend über STRG-Rechtsklick im Chat verlinken kann. Ein äußerst nützliches Feature. Ähnliches funktioniert auch mit Quests.
Nachdem man alle diese Features entdeckt hat, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich lief also zu einem weiteren Questgeber der mich gleich beauftragte, ein paar Monster zu erlegen. So kam ich nach einigen Quests relativ schnell auf Stufe 5. Bis hierhin hat das Spiel gerade mal eine Stunde gedauert. Nach kurzer Zeit erreicht man bereits einer Ortschaft. Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten. Zum einen stehen hier einige Klassenlehrer, bei denen man sich Fertigkeiten kaufen kann. Diese werden als Lehrbücher angeboten. Des weiteren gibt es einen Flugmeister und einen Teleporter, bei denen man für einen Geldbetrag reisen kann. Generell scheint sich in Aion mit der Ingame-Währung “Kinah” alles bewerkstelligen zu lassen.

Gholdochs Interface

Im ersten Ort erhält man auch die erste Kampagnen-Quests. Dies ist eine spezielle Questreihe, die jeder Charaktere zwingend abschließen muss. In dieser wird die Geschichte vermittelt. So kommt man im Startgebiet bis zur Kampagnenquest für Level 10. Bis dahin absolviert man sowohl normale Quests als auch die Kampagne – eine gelungene Mischung. Also läuft man die ersten vier bis fünf Stunden immer wieder durch das ganze Gebiet und erledigt die Aufgaben aller NPCs.
Hat man dann irgendwann Level 9 erreicht, so erhält man – vorausgesetzt, man hat brav die Kampagne gespielt – die Quest für den Level-Aufstieg. Hier wird man quasi in der Vergangenheit zurückversetzt und muss sich für eine von zwei Spezialisierungen der eigenen Klasse entscheiden. Dies bestimmt maßgeblich das spätere Dasein im Spiel.
Anschließend gelangt man in die Hauptstadt (in diesem Fall Sanctum), wo man auch seine Flügel erhält, die es ermöglichen fortan zu schweben, zu gleiten oder eben freigegebenen Gebieten zu fliegen.
Außerdem erhält man Zugang zu weiteren Gebieten. Im nächsten Gebiet kann man dann gleich seine Flugfertigkeiten bei einigen Quests üben. Hier geht die Geschichte weiter. Das Besondere in diesem Gebiet ist, dass man nicht nur Standard-Gegner, sondern auch eine große Zahl an schweren Gegnern, die nur in der Gruppe bekämpft werden können vorfindet. Da die schweren Gegner zur Kampagne gehören, wird man ab Level 16 zum Gruppenspiel gezwungen. Dies macht mit einer Sechsergruppe richtig viel Spaß, da es sehr anspruchsvoll ist. Ich weiß nicht, wie oft ich mit meinem Kleriker hier gestorben bin. Schön umgesetzt ist die Möglichkeit, gefallene Spieler ins Leben zurückzuholen, ohne dass man unbedingt eine Heilerklasse benötigt. Man kann mit bestimmten Gegenständen Spieler wieder beleben. Eine sehr schöne Sache. Der Schwierigkeitsgrad der Kampagne erhöht sich also drastisch, wenn es auf Level 20 zu geht.

Etwas ärgerlich hingegen ist die Bestrafung, wenn ein Charakter stirbt. Man verliert Erfahrungspunkte, die man bei einem Seelenheiler gegen Kinah zurückkaufen muss. Dies kann nach mehreren Toden unter Umständen sehr teuer werden. Allerdings bleibt die kaufbare Erfahrung erhalten, so dass man diese jederzeit wieder kaufen kann. So eröffnet sich natürlich eine interessante Möglichkeit, um schnell mal einen Level abzuschließen. Es scheint generellem Spiel so zu sein, dass man jedem Feature, welches zunächst negativ scheint, auch etwas positives abgewinnen kann.

Mein höchster Charakter ist jetzt nach 30 Tagen gerade mal Level 21. Ich habe mehrere Alternativ-Charaktere, die im Levelbereich 1 bis 16 sind. Man muss ja schließlich alles mal ausprobiert haben.

Mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, da ich noch keine Möglichkeit hatte in inin Instanzen reinzuschnuppern oder am PVP teilzunehmen, da dies erst ab Level 25 möglich ist.

Eine weitere Geschichte, wie ich einmal ausprobiert habe sind in die Handwerksfertigkeiten. Hier unterscheidet man wie in vielen anderen Spielen auch zwischen Sammeln-und Herstellungsfertigkeiten. Die Sammelfertigkeiten bilden die Grundlage für die Herstellungfertigkeiten, wobei man von Level eins an alles, was so in der Gegend herum liegt sammeln kann. Aus diesen Materialien stellt man dann Gegenstände her. Die Schwierigkeit wird hierbei dadurch erhöht, dass sowohl Sammelfertigkeit, als auch Herstellungsfertigkeit fehlschlagen können. In diesem Fall wird bei einer Herstellung das Material verbraucht, aber kein Gegenstand hergestellt. Auf niedrigen Handwerksstufen ist dies nicht weiter tragisch, allerdings kann ich mir vorstellen, dass es auf höheren Stufen doch recht ärgerlich werden kann. Da ich aber bis jetzt alle Fertigkeiten noch nicht auf Stufe zwei gebraucht habe, kann ich dazu erstmal nichts weiter sagen. Es bleibt also abzuwarten. Der Ansatz ist auf jeden Fall interessant.

Ob das Spiel auf Dauer auch interessant vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen. Dazu hatte ich bis jetzt zu wenig Einblick in die eigentlichen Hauptbereiche. Das Spiel geht ab Level 25 erst richtig los. Ich erspare mehr hier den Vergleich zu World of Warcraft, da man dies sicherlich von NCSoft nicht erwarten sollte. Jemand der diese Spiele vergleicht, vergleicht meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen. Sicher kann man viele Dinge immer besser machen, aber das Spiel ist er gerade mal 30 Tage draußen.

Bis jetzt ist mein Eindruck durchaus positiv, zumindest macht mir das Spiel Spaß.

Weitere Eindrücke folgen sobald ich den entsprechenden Level erreicht.

Bilderstrecke zu Aion

Beschützer von Poeta

Bild 1 von 24

Nachdem Gholdoch die Poeta-Kampagne abeschlossen hatte, bedanken sich alle bei ihm.

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